Faith-Filled Community Organising: Reweaving Trust in an Era of Populism

Das Centre for Theology and Community (CTC) veranstaltete am 19. November 2025 eine partizipative Konferenz, um zuzuhören, sich auszutauschen und zu erfahren, wie glaubensbasierte Gemeinschaftsarbeit dazu beitragen kann, in Zeiten des Populismus Vertrauen aufzubauen.

 

Die Konferenz brachte Gäste aus Glaubensgemeinschaften sowie Wissenschaftler*innen aus Großbritannien, Deutschland, Italien und Portugal zusammen. Alle nahmen an der ersten Konferenz zum Thema glaubensbasierte Gemeinschaftsorganisation teil und leisteten einen Beitrag dazu. Die wichtigsten Projektziele und Ergebnisse werden im Folgenden erläutert:

1. Fortlaufende Zusammenarbeit zwischen Delegationen, Aufbau eines internationalen Netzwerks von Wissenschaftler*innen und Praktikern aus dem Bereich der Religion sowie von Glaubensführer*innen

Dieses Ergebnis wurde erreicht, indem während der gesamten Konferenz bewusst Räume geschaffen wurden, in denen die Delegierten voneinander lernen, praktische Erkenntnisse austauschen und Beziehungen aufbauen konnten, die auf gemeinsamen Werten und Herausforderungen basieren. Teilnehmer*innen aus Glaubensgemeinschaften, Praktiker und Wissenschaftler*innen nahmen an strukturierten Präsentationen, moderierten Diskussionen und Austauschrunden in kleinen Gruppen teil, die zu aufmerksamem Zuhören und gegenseitigem Verständnis anregten. In diesen Sitzungen konnten die Gäste erkunden, wie Glaubensgemeinschaften in ganz Europa auf die zunehmende soziale und politische Polarisierung reagieren. Anhand konkreter Beispiele von Kampagnen, die in Glaubensgemeinschaften verwurzelt sind, bis hin zu interreligiösen Allianzen, die sich mit lokalen Ungleichheiten befassen, konnten die Delegierten aus erster Hand sehen, wie glaubensbasierte Gemeinschaftsarbeit echte Veränderungen bewirken kann.

Somit wurden auf der Konferenz nicht nur wirksame Modelle glaubensbasierter Gemeinschaftsarbeit vorgestellt, sondern auch der Grundstein für ein dauerhaftes internationales Netzwerk gelegt, über das Glaubensführer*innen, Praktiker und Wissenschaftler*innen weiterhin voneinander lernen können. Diese breite Mischung von Teilnehmer*innen trug dazu bei, die Beziehungen zwischen den verschiedenen Sektoren und Ländern zu stärken und lieferte starke Argumente für eine nachhaltige Zusammenarbeit mit Akteuren aus Glaubensgemeinschaften. Durch ihr partizipatives Konzept erzielte die Konferenz das Ergebnis einer langfristigen Zusammenarbeit, indem sie sicherstellte, dass die Delegierten nicht nur mit Wissen, sondern auch mit neuen Beziehungen nach Hause gingen, die den lokalen und nationalen Zusammenhalt in ganz Europa stärken können.

2. Eine gestärkte, auf Glauben basierende Gemeinschaftsorganisation als Modell für sozialen Zusammenhalt und bürgerschaftliches Engagement, das sich an verschiedene europäische Kontexte anpassen lässt

Dieses Ergebnis wurde durch die Einberufung der ersten internationalen Tagung erzielt, die sich speziell mit der Rolle des Glaubens in der Gemeinschaftsorganisation befasste. Die Konferenz brachte Glaubensführer*innen, Praktiker und Wissenschaftler*innen zu einem ganzen Tag der gemeinsamen Reflexion zusammen und ermöglichte es den Teilnehmer*innen, Ansätze zu vergleichen, Erfahrungen auszutauschen und zu artikulieren, wie Glaubenstraditionen das öffentliche Engagement und die Bürgerbeteiligung inspirieren können. In strukturierten Dialogrunden untersuchten die Teilnehmer*innen, wie die Stärkung des internen Lebens von Glaubensinstitutionen – durch den Aufbau von Beziehungen, die Entwicklung von Führungsqualitäten und das Zuhören vor Ort – die Grundlage für starke Institutionen schafft.

Die Delegierten brachten Beispiele aus ganz Europa ein und zeigten, wie Glaubensgemeinschaften herausgefordert werden oder sich als Reaktion auf die jüngsten politischen und sozialen Belastungen, darunter die Pandemie, die Krise der Lebenshaltungskosten, Migrationsdebatten und der Aufstieg des Rechtspopulismus, angepasst haben. Diese Beiträge zeigten, dass der Glaube sowohl widerstandsfähig als auch flexibel bleibt und in der Lage ist, lokale Bedürfnisse zu erfüllen und gleichzeitig Brücken über Unterschiede hinweg zu bauen. Diese gemeinsame Reflexion vertiefte das kollektive Verständnis dafür, was eine glaubensbasierte Gemeinschaftsorganisation effektiv und auf verschiedene nationale und kulturelle Kontexte übertragbar macht.

3. Eine veröffentlichte Quelle mit Erkenntnissen, Fallstudien und Reflexionen

Die vielfältigen praktischen Erkenntnisse, die während der Konferenz gewonnen wurden, werden in einer gemeinsamen Publikation zusammengefasst, die Praktikern und Forscher*innen als langfristige Ressource dienen wird. Dieser Konferenzbericht fasst die wichtigsten Erkenntnisse, die vorgestellten Fallstudien und die sich daraus ergebenden Fragen zusammen, die die zukünftigen Bemühungen um eine glaubensbasierte Gemeinschaftsorganisation prägen werden. Die Veranstaltung und der Konferenzbericht, der darauf folgt, werden auch weiterhin als wirkungsvolle Instrumente für kontinuierliches Lernen, die Förderung weiterer Zusammenarbeit und die Unterstützung einer breiteren Verbreitung glaubensbasierter Organisationspraktiken in ganz Europa dienen. Das Vermächtnis des Projekts wird weit über die Konferenz hinausreichen.

Fazit

Die Konferenz zeigte, dass in ganz Europa ein wachsendes Interesse an einer vertieften Zusammenarbeit, gemeinsamen Überlegungen und kollektiven Maßnahmen besteht, die auf Glauben und Gemeinschaftsorganisation basieren. Sie brachte Führungskräfte und Denker zusammen, die sich in einem zunehmend komplexen sozialen und politischen Umfeld bewegen, sich aber dennoch für den Aufbau von Vertrauen, die Stärkung von Beziehungen und die Förderung widerstandsfähiger Gemeinschaften engagieren. Die Ergebnisse der Veranstaltung, neue internationale Partnerschaften, ein vertieftes Verständnis für glaubensbasierte Gemeinschaftsorganisation und eine bevorstehende Veröffentlichung markieren einen wichtigen Schritt in der Entwicklung eines stärker vernetzten und selbstbewussteren Praxisbereichs.

Angesichts der anhaltenden Polarisierung, des Populismus und der sozialen Fragmentierung in Europa unterstreichen die Erkenntnisse aus dieser Zusammenkunft, wie wichtig es ist, in glaubensbasierte zivilgesellschaftliche Führungskräfte und in Instrumente zur Gemeinschaftsorganisation zu investieren, die den Gemeinschaften helfen, gemeinsam für das Gemeinwohl zu handeln. Die auf dieser Konferenz initiierte Arbeit wird durch kontinuierliche Zusammenarbeit, künftige gemeinsame Projekte und eine bevorstehende Veröffentlichung, die diese Erkenntnisse weiterführen wird, weiterentwickelt werden. Aufbauend auf der Energie der Veranstaltung hoffen wir, in jedem teilnehmenden Land (und möglicherweise auch in anderen) ein Forschungsprojekt durchzuführen, um Fallstudien zu wirksamen Praktiken zu sammeln und gemeinsam das erste Toolkit und die erste Ressourcenbibliothek für glaubensbasierte Gemeinschaftsorganisation zu erstellen.

Diese Forschung ist sowohl relevant als auch dringend. In allen vertretenen Ländern sehen sich Glaubensgemeinschaften mit zunehmender Polarisierung, der Verbreitung populistischer Narrative und wachsendem Druck auf die demokratische Kultur konfrontiert. Gleichzeitig verfügen sie über vertrauensvolle Beziehungen, moralische Autorität und ein Engagement für das Gemeinwohl, was sie in eine einzigartige Position versetzt, um Gräben zu überbrücken. Ein Forschungsprojekt könnte Glaubensführer*innen, Praktikern und politischen Entscheidungsträger*innen, die nach konstruktiven, hoffnungsvollen Wegen suchen, um das zivile Leben im aktuellen Kontext zu stärken, zeitgemäße Orientierungshilfen bieten. Die Erkenntnisse könnten direkt auf die aktuellen Herausforderungen eingehen und dazu beitragen, eine proaktive statt einer reaktiven Reaktion zu entwickeln.

Dies ermöglicht es nicht nur, die besonderen Herausforderungen und Stärken jedes einzelnen Kontexts zu verstehen, sondern auch gemeinsame Ressourcen zu schaffen, die länderübergreifend genutzt und als konstruktive Gegenposition zum Populismus gefördert werden können.